Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Aktuelles in ELWIS

Automatische Verlängerung der Gültigkeit von bestimmten A- und B-Patenten sowie bestimmter Unionszeugnisse für Binnenschiffe

Ab dem 06. März 2021 gilt in Deutschland die neue Verordnung (EU) 2021/267. Demnach gelten die Fristen für die ab dem 65. Lebensjahr erforderlichen ärztlichen Untersuchungen bei A- und B-Patenten (sowie aller gemäß der Richtlinie 96/50/EG ausgestellten Schiffsführerzeugnisse) als um zehn Monate verlängert, wenn diese Fristen zwischen dem 01. September 2020 und dem 30. Juni 2021 abgelaufen wären bzw. würden.

Dasselbe gilt für die Gültigkeitsdauer von Unionszeugnissen für Binnenschiffe, die zwischen dem 01. September 2020 und dem 30. Juni 2021 abgelaufen sind bzw. wären: Auch sie gelten als um zehn Monate verlängert. 

Hierzu geben wir folgende Hinweise: Diese automatische Verlängerung gilt ausschließlich für die genannten A- und B-Patente. Insbesondere Rheinpatente sind hiervon nicht erfasst, sodass es hier bei den herkömmlichen Fristen bleibt. Nach derzeitigem Stand ist hier keine vergleichbare Regelung geplant. Zudem gilt die Verlängerung nicht für die Tauglichkeitsuntersuchungen, die vor dem 65. Lebensjahr erforderlich werden. 

Zudem weisen wir darauf hin, dass Tauglichkeits- und Schiffsuntersuchungen weiterhin möglich sind; in Einzelfällen kann es pandemiebedingt allerdings zu Verzögerungen kommen. Um einen unnötigen Rückstau an Tauglichkeits- und Schiffsuntersuchungen zu vermeiden bitten wir darum, trotz der Verlängerung der Fristen, die Untersuchungen zu den ursprünglichen Fälligkeiten vornehmen zu lassen.

Archiv zu bisher veröffentlichten Informationen zur COVID-19-Pandemie (Interner Link)

Wasserstand in der Stauhaltung Spandau nicht aktiv auf den Sommerstau abgesenkt

Auf Veranlassung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin wird in diesem Jahr der Wasserstand in der Stauhaltung Spandau (Havel-Oder-Wasserstraße (HOW) km 0,5 OP Schleuse Spandau bis km 28,6 UP Schleuse Lehnitz; Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal (BSK) km 0,0 bis km 7,45 Schleusen Plötzensee; Tegeler See (TgS), Havelkanal (HvK) km 0,0 bis km 8,75 OP Schleuse Schönwalde und Oranienburger Havel (OHv) km 0,0 bis km 2,81) nicht aktiv auf den Sommerstau abgesenkt. Soweit es die Abladeverhältnisse zulassen, wird das Winterstauziel mit 355 cm am OP Spandau beibehalten.

Mit der Pressemitteilung vom 24. März 2021 (PDF, intern) der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz werden weitergehende Details zur gesteuerten Absenkung des Wasserstandes der Oberen Havel veröffentlicht. Nähere Informationen können der Nachricht für die Binnenschifffahrt (NfB) 0456/2021 (Interner Link) entnommen werden.

Verlängerung der Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Modernisierung von Binnenschiffen (Förderprogramm nachhaltige Modernisierung von Binnenschiffen)

Die Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Modernisierung von Binnenschiffen vom 20. November 2019 wird über den 31. Dezember 2020 hinaus bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Die „Erste Änderung der Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Modernisierung von Binnenschiffen“ vom 25. November 2020 wird am 31. Dezember 2020 im Verkehrsblatt veröffentlicht und tritt am 01. Januar 2021 in Kraft.

Anträge zur Förderung der Modernisierung von Binnenschiffen können wie bisher bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt eingereicht werden. Die verlängerte Förderrichtlinie tritt außer Kraft sobald die neue Förderrichtlinie zur nachhaltigen Modernisierung von Binnenschiffen, die von der Europäischen Kommission zu notifizieren ist, in Kraft tritt.

Tiefenatlas Rhein

Als ein Ergebnis des "Aktionsplans Niedrigwasser Rhein" veröffentlicht die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ab sofort Tiefeninformationen für den Mittel- und Niederrhein in standardisierten Karten. Dieser Tiefenatlas Rhein (Interner Link) wird sukzessive aufgebaut und basiert auf den jeweils jüngsten Peilergebnissen, die vom WSA Rhein erhoben wurden.

Zusätzliche Information zum neuen Zahlungsverfahren für die Schifffahrtsabgaben auf der Mosel

Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt weist auf folgendes hin:
Nach Absprache mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wird für die Zahlung der Schifffahrtsabgaben auf der Mosel bis auf Weiteres alternativ zur Zahlung mit Kredit-/EC-Karte oder Barzahlung die nachträgliche Bezahlung nach Bescheiderstellung ermöglicht. Für Fragen stehen Ihnen die Ansprechpartner der GDWS (PDF, intern) gerne zur Verfügung.

Am 01. Juli 2020 wird das Melde- und Informationssystem MIB durch die Nachfolgeanwendung NaMIB in den Revierzentralen Duisburg, Oberwesel, Gambsheim und Basel in Betrieb genommen

Damit die elektronische Meldung ab dem 01. Juli 2020 in dem Melde- und Informationssystem NaMIB angezeigt und verarbeitet werden kann, ist es erforderlich, anstelle der OFS-Nummer die ENI-Nummer der Schiffe anzugeben. Wir haben für Sie eine Anleitung (PDF, intern) erstellt, der Sie entnehmen können, wie Sie die Eingabe der ENI-Nummer anstatt OFS-Nummer in der Meldeapplikationen vornehmen und bitten um Berücksichtigung in Ihrer elektronischen Meldung. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Verschiebung der Einführung des elektronischen Meldens auf der internationalen Mosel auf den 01. Juli 2021

Die Moselkommission hat im November 2018 eine umfassende Änderung des § 9.05 Moselschifffahrtspolizeiverordnung (MoselSchPV), in dem die Regelungen zur Meldepflicht enthalten sind, beschlossen. 

Die Anwendung "NaMIB" hätte am 01. Juli 2020 eingeführt werden sollen, damit gemäß § 9.05 MoselSchPV einige Fahrzeuge und alle Verbände, die bisher nicht meldepflichtig waren, sich melden und bestimmte Fahrzeuge und Verbände ihre Meldung auf elektronischem Wege durchführen können. Der neue § 9.05 MoselSchPV hätte auch neue Meldestrecken und Stellen, wo die Meldedaten abzugeben sind, eingeführt. 

„NaMIB“ ist technisch einsatzbereit, doch aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus konnte das Personal in den Schleusen und Revierzentralen nicht geschult werden. Daher hat die Moselkommission am 06. Mai 2020 entschieden, die Einführung von „NaMIB“ und des neu verfassten § 9.05 MoselSchPV um ein Jahr zu verschieben.

Das neue Datum des Inkrafttretens ist nun auf den 01. Juli 2021 festgelegt. Bis zu diesem Datum gelten für die Schiffer weiterhin die aktuell gültigen Meldeverpflichtungen der MoselSchPV.

Weitere Informationen zum Melden auf der Mosel ab 01. Juli 2021 können dem Flyer (PDF, extern) entnommen werden.

RSS-Feed (ATOM) für Inland-ENC-Karten

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) informiert zusätzlich zum IENC-Newsletter über ELWIS-Abo und der Möglichkeit des manuellen Downloads auf der Seite https://www.elwis.de/DE/dynamisch/IENC/ (Interner Link) auch über den ELWIS-IENC-Feed zum automatisierbaren Abruf der IENC-Dateien.

Den Nachrichten-Feed für IENC-Karten können Sie hier abonnieren: https://www.elwis.de/DE/dynamisch/IENC/enc-dateien/ienc_feed.xml (Interner Link).

10-Tages Vorhersage für ausgewählte Rheinpegel

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) veröffentlicht über ELWIS 10-Tages Wasserstandsvorhersagen für ausgewählte Rheinpegel (Interner Link). Die 10-Tages-Vorhersagen werden im Unterschied zu den bestehenden und weiterhin über ELWIS verfügbaren 4-Tages-Vorhersagen als wahrscheinlichkeitsbasierte Vorhersage bereitgestellt. Dies bedeutet, dass die prognostizierte Wasserstandsentwicklung mit einem abgestuften Vertrauensbereich versehen ist, um der über den Vorhersagezeitraum zunehmenden Unsicherheiten Rechnung zu tragen. Als beste Schätzung der Wasserstandsentwicklung in den nächsten Tagen wird weiterhin die Nutzung der bestehenden deterministischen 4-Tages-Vorhersage empfohlen: ELWIS-Wasserstände für den Rhein (Interner Link).

Die 10-Tages Vorhersage basiert auf aktuellen Messwerten von rund 50 Pegeln im Rheineinzugsgebiet und den Informationen von über 900 Wetterstationen. Zusätzlich werden zahlreiche meteorologische Vorhersagen aus verschiedenen Quellen berücksichtigt. Auf Grundlage dieser umfangreichen Echtzeitdaten werden von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) mit hydrologischen, hydraulischen und statistischen Modellen arbeitstäglich die Wasserstandsvorhersagen über die kommenden 10 Tage nebst Eintrittswahrscheinlichkeiten für die abladerelevanten Rheinpegel ermittelt.

Stand: 25. März 2021