Offshore Windparks
Um die Offshore-Windparks und Konverter- bzw. Umspannplattformen sowie weitere notwendige Hochbauten (folgend: Offshore-Windparks) herum erstreckt sich in einem Abstand bis 500 Meter eine Sicherheitszone, die von keinen Fahrzeugen (außer Fahrzeugen für den Bau und die Versorgung, sowie Fahrzeugen, die der Bergung und Rettung dienen oder von Fahrzeugen, die aus anderen Gründen vom Befahrensverbot befreit sind) befahren werden darf.
Die Absicherung der Bauarbeiten bei der Errichtung von Offshore-Windparks erfolgt auf vielfältige Weise. Verkehrssicherungsschiffe, Verkehrsbeobachtung sowie die Kennzeichnung der Baustelle durch Tonnen und mittels AIS geben der Schifffahrt die erforderliche nautische Unterstützung.
Im Zuge des Aufbaus von Offshore-Windparks auf See sind außerdem umfangreiche Kabellegearbeiten für die Ableitung des erzeugten Stroms, die Datenübertragung und für die Vernetzung der Anlagen erforderlich. Gleichzeitig entstehen Umspann- und Versorgungsplattformen. Auch diese Maßnahmen haben Einfluss auf die Sicherheit der Navigation und erfordern die besondere Aufmerksamkeit der Schiffsführungen.
Für im Bau und in Betrieb befindliche Offshore-Windparks erlässt die GDWS Regeln für das Befahren der Sicherheitszonen. Diese Vorschriften werden in der Form von Allgemeinverfügungen für das Befahren von Sicherheitszonen von Offshore-Windparks erlassen und in den Nachrichten für Seefahrer (NfS) (Externer Link) bekannt gemacht und hier nachrichtlich veröffentlicht. Bei der Navigation in der Nähe der Sicherheitszonen der Offshore-Windparks ist auf Kleinfahrzeuge in unmittelbarer Nähe der Sicherheitszonen der Offshore-Windparks zu achten, die nicht der AIS-Ausrüstungspflicht unterliegen und die im Radar schlecht auszumachen sind. Zwischen den Anlagen und dem Festland muss mit Starkstromkabeln gerechnet werden.
Grundsätzlich gilt:
Während der Errichtungs- und Betriebsphase ist das Befahren der Sicherheitszonen der Offshore-Windparks für alle Fahrzeuge die nicht dem Bau oder Betrieb dienen (oder sonst wie vom Befahrensverbot ausgenommen sind) verboten.
Die Baugebiete der Offshore-Windparks werden in den amtlichen Veröffentlichungen Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) (Interner Link), Nachrichten für Seefahrer (NfS) (Externer Link) bekannt gemacht.
Die Allgemeinverfügungen (AV) zur Regelung des Befahrens der eingerichteten Sicherheitszonen sind nachfolgend aufgeführt:
Allgemeinverfügungen Nordsee
Cluster 0:
"Riffgat" (PDF, intern)
(Stand: 06. Juni 2012)
"Nordergründe" (PDF, intern)
(Stand: 04. Februar 2016)
Cluster 1:
Borkum Riffgrund III mit Konverterplattform "DolWin epsilon" (PDF, intern)
(Stand: 16. April 2025)
Cluster 2:
"alpha ventus", Borkum Riffgrund I", "Borkum Riffgrund II", "Trianel Windpark Borkum", "Merkur Offshore" und Konverterplattformen "DolWin alpha" und "DolWin gamma" (PDF, intern)
(Stand: 15. Februar 2018)
Cluster 3:
"Godewind 01", "Godewind 02", "Godewind 03", "NC 1" und "NC 2" (PDF, intern)
(Stand: 04. April 2025)
"Nordsee One" (PDF, intern)
(Stand: 02. Oktober 2015)
"DolWin beta" (PDF, intern)
(Stand: 28. Juli 2014)
Cluster 4:
"Amrumbank West" und "Kaskasi II" (PDF, intern)
(Stand: 02. Juli 2021)
"Nordsee Ost", "Meerwind Südost" und Konverterplattformen "HelWin alpha" und "HelWin beta" (PDF, intern)
(Stand: 30. September 2025)
Cluster 5:
"Butendiek" (PDF, intern)
(Stand: 30. September 2025)
"Dan Tysk" mit Konverterplattform "SylWin alpha" (PDF, intern)
(Stand: 30. September 2025)
"Sandbank" (PDF, intern)
(Stand: 20. März 2015)
Cluster 6:
"BARD Offshore 1", Veja Mate", "Deutsche Bucht" und die Konverterplattformen "BorWin alpha" und "BorWin beta" (PDF, intern)
(Stand: 08. Juni 2018)
Cluster 7:
"EnBW He Dreiht", "Nordlicht I" und Konverterplattform "BorWin epsilon" und "BorWin kappa" (PDF, intern)
(Stand: 13. März 2026)
Cluster 8:
"Global Tech I", EnBW Hohe See", "EnBW Albatros" und die Konverterplattform "BorWin gamma" (PDF, intern)
(Stand: 21. März 2018)
Allgemeinverfügungen Ostsee
Cluster 1:
"Windanker", "Wikinger", "Arkona-Becken Südost" und Konverterplattform "Jasmund" (PDF, intern)
(Stand: 16. Juli 2025)
Cluster 2:
"Baltic Eagle" (PDF, intern)
(Stand: 15. März 2023)
Cluster 3:
"EnBW Baltic 2" (PDF, intern)
(Stand: 30. September 2025)
Cluster 4:
"Arcadis Ost 1" (PDF, intern)
(Stand: 09. März 2022)
Cluster 6:
"EnBW Baltic 1" (PDF, intern)
(Stand: 30. September 2025)
"OSS Darß" (PDF, intern)
(Stand: 16. September 2026)
"OSS Zingst" (PDF, intern)
(Stand: 16. September 2026)
Für die Zulassung von Offshore-Windparks (Antragsverfahren) innerhalb der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) (Interner Link) an der deutschen Nord- und Ostsee ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) (Externer Link) zuständig. Grundlage für die Errichtung von Anlagen in der AWZ sind das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1982 und das deutsche Seeaufgabengesetz (SeeAufgG) (Interner Link). Das Zulassungsverfahren regelt das Gesetz zur Entwicklung und Förderung der Windenergie auf See (Windenergie-auf-See-Gesetz - WindSeeG).
Für die Zulassungen im deutschen Küstenmeer (Interner Link) ist jeweils eine Landesbehörde des Küstenbundeslandes zuständig. Die Zulassung erfolgt auf Grundlage des Gesetzes zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz - BImSchG) und des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG).
Stand: 02. November 2026
