Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Häufig gestellte Fragen

Wo finde ich Informationen zur Ausbildungsförderung?

Infos finden Sie unter www.elwis.de (Interner Link). Hier können Sie die Richtlinien einsehen, den jeweils aktuellen Antragsvordruck ausfüllen und Ihre förderwirksam anerkennbaren Aufwendungen im Finanzierungsplan eintragen. Ferner finden Sie hier auch die Vordrucke für den Zwischennachweis und für den Verwendungsnachweis.

Was heißt KMU und welche Bedeutung hat das für mein Unternehmen?

KMU steht für kleine und mittlere Unternehmen. Was diese sind, steht in der jeweils aktuellen Definition der EU-Kommission. Anhand dieser Definition ist vom Steuerberater eine entsprechende Erklärung auszufüllen. Nach den derzeitigen Empfehlungen der EU-Kommission gelten als "kleine Unternehmen" Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern und Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Millionen Euro und als "mittlere Unternehmen" Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und entweder Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro.

Kleine und mittlere Unternehmen

Falls es sich bei Ihrem Unternehmen um ein KM-Unternehmen handet, ist vom Steuerberater anzugeben, ob es sich um ein kleines oder um ein mittleres Unternehmen gemäß der vorgenannten Definition handelt. Kleine Unternehmen können mit einer um maximal bis zu 20 % höheren Förderung und mittlere Unternehmen mit einer um maximal bis zu 10 % höheren Förderung rechnen. Bei beiden Unternehmen ist die Höchstforderung bei maximal 65.000 Euro und einem maximalen Bewilligungszeitraum von 36 Monaten gedeckelt.

Sonstige Unternehmen

Sollte es sich bei Ihrem Unternehmen weder um ein kleines noch um ein mittleres Unternehmen gemäß der Definition handeln, geben Sie im Antragsvordruck bei dem Punkt "KMU" bitte an, dass Ihr Unternehmen nicht unter diese Regelung fällt (kein KM-Unternehmen!). Der Fördersatz beträgt dann maximal 50 % bei maximal 36 Monaten und einer Deckelung bei maximal 65.000 Euro.

Antragsverfahren

Für welche Ausbildungsverhältnisse kann ich einen Antrag stellen?

Ein Antrag kann nur für Ausbildungsverhältnisse in dem Jahr gestellt werden, in dem das Ausbildungsverhältnis beginnt.

Wichtig ist, dass Sie mit dem Antrag auf Gewährung einer Zuwendung (PDF, intern) (Förderung) die Bewilligung für den Abschluss des Ausbildungsvertrages - also vor Unterschrift - beantragen (bisher Antrag Teil 1). Die Bewilligungszusage ist abzuwarten!

Wenn Sie dann die Bewilligungszusage haben, können Sie den Ausbildungsvertrag schließen und den Ausbildungsvertrag mit der Eintragungsnachricht der Industrie- und Handelskammer bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) vorlegen.

Wann gilt mein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung als gestellt?

Der Antrag gilt mit dem Datum als gestellt, wenn sämtliche geforderten Anlagen (Punkt 6 des Antragsvordrucks) der GDWS als Bewilligungsbehörde - Datum des Posteingangs - vorliegen.

Was muss ich beachten, wenn ich den Zuwendungsbescheid erhalten habe?

Nach Eingang des Zuwendungsbescheides ist dieser sorgfältig zu lesen, da mit der Rechtsbehelfsverzichtserklärung die Richtigkeit des Bescheides anerkannt wird.

Liegt die Rechtsbehelfsverzichtserklärung nicht vor, wird der Zuwendungsbescheid vier Wochen nach Bekanntgabe rechtskräftig.

Der Zwischennachweis

Wann und wie erhalte ich die Zuwendung? Welche Termine sind zu beachten? Welchen Zeitraum umfasst der jeweilige Zwischennachweis?

Die Zwischennachweise sind jeweils innerhalb des I. Quartals eines jeden Jahres, also in der Zeit vom 01.01. bis 31.03. vorzulegen und bestehen aus einem

Sachbericht
Teil 1 (PDF, intern),

einer Aufstellung der bereits entstandenen einzelnen Aufwendungen
Teil 2 (PDF, intern)

und einer Zusammenfassung der Aufwendungen in diesem Zeitraum analog dem zuvor eingereichten Finanzierungsplan
Teil 3 (PDF, intern).

Der Zeitraum des Nachweises beginnt mit dem Datum des Ausbildungsbeginns bis jeweils einschließlich des Monats Dezember, folgend Januar bis Dezember. Also jeweils immer das Kalenderjahr.

Zusammen mit dem Zwischennachweis ist der aktuelle Auszug aus dem Schifferdienstbuch der/des Auszubildenden vorzulegen.

Anhand dieser Unterlagen wird von der Bewilligungsbehörde geprüft, ob die Ausbildung planmäßig verläuft und in welcher Höhe die Förderung nachschüssig (siehe Richtlinie (PDF, intern)) ausgezahlt werden darf. Daher ist es wichtig, dass der jeweilige Zwischennachweis sorgfältig erstellt wird.

Da der Zwischennachweis zu den obliegenden Mitteilungspflichten gehört, ist die Vorlage für den Bestand des Zuwendungsbescheids von entscheidender Bedeutung. Liegt dieser nicht fristgerecht vor, kann der Zuwendungsbescheid widerrufen werden, da die Bewilligungsbehörde für die ordnungsgemäße Verwaltung der Haushaltsmittel Sorge tragen muss. Deshalb wird im Zuwendungsbescheid regelmäßig auf "die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel" hingewiesen.

Wichtig:
Bitte keine Belege beifügen! Diese werden erst bei Vorlage des Verwendungsnachweises benötigt.

Beendigung der Ausbildung

Was muss ich tun, wenn die/der Auszubildende die Ausbildung vorzeitig (z. B. Prüfung, Kündigung, Aufhebungsvertrag) beendet?

Mitteilung an Bewilligungsbehörde. Mit gesonderten Schreiben werden Sie dann zur Vorlage des Verwendungsnachweises aufgefordert.

Nach Beendigung der Ausbildung, spätestens 6 Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes legen Sie den Verwendungsnachweis (PDF, intern) vor. Nach Prüfung des Verwendungsnachweises erfolgt die Endabrechnung aus der zuvor bewilligten Ausbildungsförderung.

Reichen Sie daher bitte sämtliche Belege analog zum Finanzierungsplan ein.

Welche Aufwendungen werden nicht anerkannt?

  • Aufwendungen, die nicht mit Originalbelegen belegt werden.

  • Aufwendungen ohne Nachweis der Bezahlung.

  • Mehrwertsteuerbeträge, wenn der Zuwendungsempfänger vorsteuerabzugsberechtigt ist.

  • Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Zuwendungszweck nicht plausibel erscheinen.

  • Aufwendungen, die keinen wirtschaftlichen und sparsamen Umgang mit den Zuwendungsmitteln dokumentieren (z. B. nicht genutzte Skonti und Rabatte).

  • Aufwendungen, die außerhalb des Maßnahmezeitraums entstanden sind.

  • Aufwendungen, die nicht im zahlenmäßigen Nachweis enthalten sind.

  • Aufwendungen, die dem Projekt nicht zugeordnet werden können.

  • Aufwendungen, die nicht im Finanzierungsplan enthalten sind.

Rechnungsbelege, die nach Zugang des Endbescheides / Widerrufs- und Erstattungsbescheides / Rückforderungsbescheides vorgelegt werden, können im Nachhinein nicht mehr anerkannt werden.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Telefon: 0228 42968-2393
Telefax: 0228 42968-1155
E-Mail: Barbara.Eggersgluess@wsv.bund.de

Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Stand: 20. Dezember 2019