Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

§ 1 Anwendungsbereich

(1) Diese Verordnung gilt für das in Verkehr bringen von Motoren für Binnenschiffe und deren Einbau in Binnenschiffe.

(2) Im Sinne dieser Verordnung sind

  1. Binnenschiffe:
    für den Einsatz auf Binnenwasserstraßen bestimmte

    1. Schiffe mit einer Länge von 20 m oder mehr oder einem Volumen von 100 oder mehr,

    2. Schleppboote oder Schubboote, die dazu gebaut sind, Schiffe mit einer Länge von 20 m oder mehr zu schleppen, zu schieben oder seitlich gekuppelt mitzuführen,

    3. Fahrgastschiffe,

    4. Fähren,

    5. schwimmende Geräte,

    6. Dienstfahrzeuge der Aufsichtsbehörden,

  2. Binnenwasserstraßen:

    1. Bundeswasserstraßen der Zonen 1 bis 4 nach dem Anhang I der Binnenschiffsuntersuchungsordnung vom 21. September 2018 (BGBl. I Seite 1398) in der jeweils geltenden Fassung,

    2. Landesgewässer, soweit sie dem allgemeinen Verkehr dienen,

  3. Seeschiff:
    ein Schiff, das zur See- oder Küstenfahrt zugelassen ist und vorwiegend dazu verwendet wird,

  4. Richtlinie:
    Richtlinie 97/68/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 1997 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Maßnahmen zur Bekämpfung der Emission von gasförmigen Schadstoffen und luftverunreinigenden Partikeln aus Verbrennungsmotoren für mobile Maschinen und Geräte (ABl. EG 1998 Nummer L 59 Seite 1), die zuletzt durch die Richtlinie 2012/46/EU (ABl. L 353 vom 21.12.2012, Seite 80) geändert worden ist.

(3) Diese Verordnung gilt nicht für

  1. Sportfahrzeuge mit einer Länge von nicht mehr als 24 m,

  2. Feuerlöschboote, Militärfahrzeuge,

  3. im Fischereifahrzeugregister der Gemeinschaft verzeichnete Fischereifahrzeuge sowie

  4. Seeschiffe.

Stand: 07. Oktober 2018