Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS)

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Inhalt: Glossar

Begriff Erklärung
Abladetiefe der einem bestimmten Beladungszustand entsprechende Tiefgang eines Schiffes im Ruhestand
Ausbautiefe Wassertiefe unter einem bestimmten Bezugswasserspiegel, die dem Wasserstraßenausbau als Planungsziel zugrunde liegt.
Die Ausbauteife ist häufig identisch mit der angestrebten Fahrrinnentiefe. Sie kann auch von den Abflussverhältnissen bestimmt sein.
Baggertiefe Arbeitstiefe eines Baggers in Abhängigkeit vor allem von Bodenbeschaffenheit und Wasserspiegelschwankungen, um eine zugelassene Baggertoleranz unterhalb der Abnahmetiefe (Mindetstiefe) einzuzalten
Bergfahrt Fahrt zu Berg (bergwärts)
auf Flüssen in Richtung zur Quelle, auf Kanälen nach den Festlegungen in der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, bei Häfen die Fahrt von der Hafeneinfahrt in den Hafen
Binnenschifffahrtsstraße Teil der Wasserstraße, auf der vorwiegend Binnenschiffe verkehren und auf der der Schiffsverkehr gesetzlich geregelt ist
Binnenwasserstraße Oberirdisches Gewässer als Wasserstraße, im Küstengebiet gegen das Küstengewässer gesetzlich abgegrenzt.
Binnenwasserstraßen sind Seeschifffahrtsstraßen, wenn diese wie die Unterläufe von Flüssen (Ems, Weser, Elbe, Trave) sowie der Nord-Ostsee-Kanal überwiegend der Seeschifffahrt dienen
Brückenhöhe gleich lichte Durchfahrtshöhe: senkrechter Abstand zwischen dem Wasserspiegel und dem tiefsten Punkt einer festen Brücke innerhalb der Durchfahrtsbreite
  • bei Kanälen bezogen auf den ruhigen Normalwasserstand (siehe § 15.15 BinSchStrO) bzw. auf den oberen Betriebswasserstand (BWo) zuzüglich den kurzzeitigen Wasserspiegelschwankungen (siehe Richtlinie für Regelquerschnitte von Schifffahrtskanälen - Ausgabe 1994)

  • bei Flüssen und Wasserstraßen mit veränderlicher Wasserführung auf den höchsten Schifffahrtswasserstand (HSW).
    Durchfahrtshöhe = Fixpunkthöhe des Schiffes + Sicherheitsabstand (ca. 0,3 m).
Einsinktiefe Maß, um das ein Schiff durch innere und/oder äußere Einwirkungen gegenüber seiner Ruhelage tiefer einsinkt
Fahrrinne Teil des Fahrwassers, in dem für den durchgehenden Schiffsverkehr bestimmte Breiten und Tiefen vorhanden sind, deren Erhaltung im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren angestrebt wird
Fahrrinnentiefe Solltiefe der Fahrrinne
Fahrrinnentiefen sind in der Regel bekannt gegeben, z. B. in der BinSchStrO (z. Z. als "Fahrwassertiefen")
Fahrwasser der nach dem jeweiligen Wasserstand für die durchgehende Schifffahrt bestimmte Teil der Wasserstraße
Fallhöhe Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterwasserstand an einer Fallstufe (Schleuse oder Hebewerk), auch als Hubhöhe bezeichnet.
Die Daten geben bei wechselnden Wasserständen die maximalen Hubhöhen an. Bei Kanälen beziehen sich die Angaben auf die Normalwasserspiegel, bei staugeregelten Flüssen in der Regel auf Mittelwasserstände.
Fallstufe Unterbrechung des Wasserspiegels durch eine natürliche oder künstliche Stufe
Flottwasser Unterschied zwischen einer örtlich vorhandenen Wassertiefe und Tauchtiefe
gekuppelte Fahrzeuge auch "Koppelverband" nach der Donauschifffahrtspolizeiverordnung: eine Verbindung von längsseits gekuppelten Fahrzeugen, von denen sich keines vor dem Fahrzeug mit Maschinenantrieb befindet, das den Verband fortbewegt
Gleichwertiger Wasserstand (GlW) einander entsprechende Wasserstände in verschiedenen Abflussquerschnitten eines Fließgewässers bei gleicher Unter- oder Überschreitungsdauer
größte Eintauchung
(auch: max. Abladetiefe)
Abladetiefe eines Schiffes in Bezug auf die obere Eichebene
Höchster Schifffahrtswasserstand (HSW) oberer Grenzwert, bis zu dem der Verkehr auf der Wasserstraße zulässig ist
Leertauchung Abladetiefe eines Schiffes in Bezug auf die Leerebene, d. h. ohne Nutzladung
Regelschiff Schiff, dessen Maße der Bemessung von Wasserstraßen und Schifffahrtsanlagen zugrunde gelegt werden.
In bestimmten Fällen (z. B. Kurvenverbreiterung, Schleusenvorhäfengestaltung) kann es notwendig sein, der Bemessung die Maße verschiedenartiger Regelschiffe zugrunde zu legen.
Regulierungsnidrigwasserstand (RNW) Wasserstand, dessen Abfluss an 94 % der Tage einer langjährigen Jahresreihe erreicht oder überschritten wurde
Kielfreiheit Unterschied zwischen Fahrrinnentiefe und Tiefgang
Schiffsschleuse Bauwerk zum Überwinden einer Fallstufe, bei dem durch Füllen oder Leeren der Schleusenkammer Schiffe gehoben oder gesenkt werden
Schleusennutzlänge Länge der Schleusenkammer, die von Schiffen belegt werden darf
Schleusenbreite Breite der Schleusenkammer unter Berücksichtigung von Einbauteilen wie Scheuerleisten, Kantenschutz etc.
Schleusentorbreite Breite der Toröffnung der Schleuse
Schiff Wasserfahrzeug für den Personen- und Güterverkehr, in der Regel mit eigenem Antrieb
Schifffahrt Personen- und Güterverkehr auf den Wasserstraßen
Schiffslänge/Schiffsbreite Schiffsabmessungen über alles ohne bewegliche Teile
Schubverband eine starre Verbindung von Fahrzeugen, von denen sich mindestens eines vor dem Fahrzeug mit Maschinenantrieb befindet, das den Verband fortbewegt und als "schiebendes Fahrzeug" bezeichnet wird
Seitenkanal Schifffahrtskanal neben einer Flussstrecke
Seeschifffahrtsstraße Binnenwasserstraße oder Seewasserstraße, auf der vorwiegend Seeschiffe verkehren und auf der der Schiffsverkehr gesetzlich geregelt ist
Solltiefe Wassertiefe unter einem bestimmten Bezugswasserspiegel (z. B. GlW, hydrotatischem Stau, normalem nicht angespanntem Kanalwasserstand), deren Erhaltung angestrebt wird.
Die Solltiefe wird nicht nur zur Erhaltung der Fahrrinnentiefe, sondern auch zur Erhaltung eines ordnungsgemäßen Zustandes für den Wasserabfluss angestrebt.
Talfahrt Fahrt zu Tal (talwärts)
Gegenrichtung zur Bergfahrt
Tauchtiefe Summe aus Tiefgang und Einsinktiefe
Tiefenreserve Spielraum unterhalb der Fahrrinnentiefe für Veränderungen der Gewässersohle, um die Fahrrinnentiefe leichter erhalten zu können
Tiefgang Abstand zwischen dem tiefsten Punkt eines Schiffes in Ruhe und der Ebene des Wasserspiegels
Untiefe Örtlich begrenzter Bereich einer Wasserstraße, der wegen seiner geringen Wassertiefe für den Schiffsverkehr gefährlich ist
Übertiefe Bereich einer Wasserstraße mit einer Wassertiefe, die größer als die Solltiefe ist
Verband Schubverband, gekuppelte Fahrzeuge oder Koppelverband
Verbandslänge/Verbandsbreite Verbandsabmessungen über alles ohne bewegliche Teile
Wasserspiegel Ausgeglichene Grenzfläche des oberirdischen Gewässers gegen die Atmosphäre
Wasserstraße oberirdisches Gewässer oder Küstengewässer, das gesetzlich für den Personen- und/oder für den Güterverkehr mit Schiffen bestimmt ist
Wassertiefe Lotrechter Abstand eines Punktes im Wasserspiegel vom Gewässerbett
(Gewässerbett: Gewässersohle und Unterwasserteil der Ufer)