Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS)

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Inhalt: Anlage 7 - (zu Nummer 3.2.3.2) Anweisung für die Durchführung der praktischen Prüfung

Anweisung für die Durchführung der praktischen Prüfung

Diese Anweisung soll der Sicherstellung einer einheitlichen Durchführung des praktischen Teils der Sportbootführerscheinprüfung-See aller Prüfungsausschüsse für den amtlichen Sportbootführerschein-See im Sinne der Richtlinien für den Deutschen Motoryachtverband und den Deutschen Segler-Verband über die Durchführung der Aufgaben nach § 4 Sportbootführerscheinverordnung-See (SpbootFüV-See) dienen.

Nach der SpbootFüV-See obliegt es dem Bewerber, für die praktische Prüfung ein Sportboot mit einem qualifizierten Bootsführer zu stellen. Das Boot muss für die Prüfung geeignet sein. Das gilt auch hinsichtlich der Sicherheitsausrüstung.

Die Entscheidung, ob das Boot für die Prüfung geeignet ist, trifft der Vorsitzende der Prüfungskommission. Vor Beginn der praktischen Prüfung sind die Bewerber über die Modalitäten des Prüfungsablaufs zu unterrichten. Sie erhalten einen Laufzettel nach beigefügtem Muster, den sie dem Prüfer an Bord zur Eintragung der Ergebnisse der praktischen Prüfung übergeben.

Zum Nachweis des sicheren Führens eines Sportfahrzeuges hat jeder Bewerber jeweils mit ausreichendem Ergebnis die fünf "Pflichtmanöver/Fähigkeiten" (vgl. im Prüfungsprotokoll: Nummer I) auszuführen, mindestens zwei von maximal drei "Sonstige Manöver/Fähigkeiten" (vgl. im Prüfungsprotokoll: Nummer II) durchzuführen sowie mindestens sechs von maximal sieben verschiedenen "Knoten" (vgl. im Prüfungsprotokoll: Nummer III) richtig vorzuführen und zu erklären. Die Manöver/Fähigkeiten von Knoten werden vom Prüfer anhand des Prüfprotokolls in beliebiger Reihenfolge ausgewählt. Dem Bewerber ist Gelegenheit zu geben, im ersten Versuch nicht ausreichend bewertete Manöver/Fähigkeiten oder Knoten in einem zweiten Versuch zu wiederholen. Bei gravierenden Fehlern kann die Prüfung unmittelbar abgebrochen werden.

Werden ein Pflichtmanöver/Fähigkeit oder zwei von drei Sonstigen Manövern/Fähigkeiten oder zwei von sieben Knoten auch im zweiten Versuch mit nicht ausreichend bewertet, ist die praktische Prüfung nicht bestanden.


Rettungsmanöver (Mensch über Bord)

Ein Mensch-über-Bord-Manöver wird dadurch simuliert, dass ein Rettungsring oder ein anderer Schwimmkörper über Bord geworfen wird. Hierbei wird dem Rudergänger laut zugerufen:

"Mensch über Bord an Backbord" oder "Mensch über Bord an Steuerbord". Der Bewerber muss diese Meldung laut wiederholen. Die weitere Durchführung des Rettungsmanövers obliegt dem Bewerber. Der Prüfer hat darauf zu achten, dass vom Bewerber


Ablegemanöver

Sofern der Prüfer keine Vorgabe macht (z. B. "Eindampfen in die Vorspring, rückwärts ablegen"), hat der Bewerber selbstständig unter Berücksichtigung von Verkehrs-, Platz-, Strömungs- und Windverhältnissen abzulegen.


Anlegemanöver

Der Bewerber soll das Boot an einer vorher vom Prüfer bestimmten Stelle anlegen. Der Prüfer hat darauf zu achten, dass

Das "Heranziehen" mit den Händen oder dem Bootshaken sowie das Herantreiben ist nicht zugelassen. Im Übrigen gelten die Regeln über die Durchführung des Ablegemanövers.


Wenden auf engem Raum

Der Bewerber soll bei diesem Manöver zeigen, dass er das Zusammenwirken des Ruders und der Schraube im Rahmen eines Wendemanövers beherrscht.


Kursgerechtes Aufstoppen

Der Bewerber soll damit nachweisen, dass er über Kenntnisse der indirekten Steuerwirkung der Schraube bei Rückwärtsfahrt verfügt.


Fahren nach Kompass, Steuern nach Schifffahrtszeichen oder Landmarken

Der Bewerber soll nachweisen, dass er fähig ist, Kursanweisungen umzusetzen. Dabei soll er zeigen, dass er das Boot kursbeständig nach Kompass steuern und Anweisungen zu Kursänderungen unmittelbar befolgen kann. Das Steuern nach Schifffahrtszeichen oder Landmarken kann einbezogen werden.

Es soll insbesondere festgestellt werden, dass der Bewerber in der Lage ist, das Boot über eine bestimmte Strecke kursbeständig zu steuern.


Peilen

Durchführen einer einfachen Peilung oder Kreuz-Peilung mit einem Peilkompass oder einer Peilscheibe. Der Bewerber soll damit zeigen, dass er fähig ist, eine Positionsbestimmung vorzunehmen. Der Prüfer darf dazu situationsbedingt Fragen stellen.


Knoten

Achtknoten

Kreuzknoten

Palstek

Einfacher oder doppelter Schotstek

Stopperstek

Webleinstek

Webleinstek auf Slip

Rundtörn mit zwei halben Schlägen

Belegen einer Klampe mit Kopfschlag


Anlegen von Rettungsweste und Sicherheitsgurt

Der Bewerber soll nachweisen, dass er mit der Handhabung der Rettungsweste und des Sicherheitsgurtes vertraut ist.


Manöverschallsignale

Der Bewerber soll zeigen, dass er situationsbezogen die Manöverschallsignale beherrscht (Kursänderung nach Steuerbord, Kursänderung nach Backbord, Maschine läuft rückwärts).