Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Wasserstraßenbezogene Hinweise für Wassersportler

Jeder Wassersportler sollte sich vor Ausübung seines Sports über die geltenden Vorschriften erkundigen. Mindestens ebenso wichtig ist es, sich vor Fahrtantritt über die örtlichen Besonderheiten der zu befahrenden Strecke zu informieren.

Donaugebiet

In der Broschüre Hinweise für Wassersportler (intern) (PDF, 1 Megabyte, Datei ist nicht barrierefrei) auf den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal und Donau werden Empfehlungen, verbindliche Regeln für das Verhalten der Freizeitskipper und Verweise auf wichtige Rechtsvorschriften als Hilfestellung angeboten.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg gibt mit dem Informationsblatt (intern) (PDF, 1 Megabyte, Datei ist nicht barrierefrei) zu Schifffahrtskarten der Wasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal und Donau Hinweise über Herausgeber, Vertrieb und Erreichbarkeiten der jeweiligen Hersteller bekannt.

Die Tabellen der Bootsschleusen, -treppen, -schleppen und -gassen (Interner Link) am Main, Main-Donau-Kanal und an der deutschen Donau geben Ihnen einen Überblick zu Nutzlänge, Nutzbreite, Funkkanal sowie Informationen über kurzzeitige Sperrungen.

Entlang der Bundeswasserstraße Donau befinden sich zwischen Kelheim (Donau-km 2 414,72) und Jochenstein (Donau-km 2 201,75) Einsetzstellen für Kleinfahrzeuge (Interner Link).

Auf der für den internationalen Güterverkehr schiffbaren Donau (Bereich Kelheim bis Sulina) befinden sich Schleusen (Interner Link), mit deren Hilfe die Höhenunterschiede überwunden werden.

Elbe- und Odergebiet

Die Broschüre Wassersport auf Bundeswasserstraßen zwischen Elbe und Oder (extern) informiert Sie über die geltenden Verkehrsvorschriften und spezielle Regelungen für die Sportschifffahrt.

Der Elbe-Weser-Schifffahrtsweg verbindet die Elbe bei Otterndorf über den Hadelner Kanal, den Bederkesa-Geeste-Kanal und die Geeste mit der Weser bei Bremerhaven. Weitere Hinweise, wie z. B. Zuständigkeiten, Ansprechpartner und Vorschriften für das Befahren sind den Informationen (intern) (PDF, 44 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) zu entnehmen.

Jedes Fahrzeug muss jederzeit mit einer sicheren Geschwindigkeit fahren. Die Fahrgeschwindigkeit ist grundsätzlich so einzurichten, dass sie immer der Verkehrslage, der Beschaffenheit der Schifffahrtsstraße und den Naturverhältnissen genügt. Auf den Wasserstraßen im Zuständigkeitsbereich der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS), Standort Magdeburg, gelten daher für Sportfahrzeuge mit Maschinenantrieb zulässige Höchstgeschwindigkeiten (Interner Link)

Öffentliche Sportbootliegestellen (Interner Link), überwiegend in der Innenstadt, laden kostenfrei zum Anlegen und Landgang in die Hauptstadt Berlin ein.

Hinweise über Schleusungen, auch zu den Fahrzeiten von Schleuse zu Schleuse, zu Liegestellen, Fahrgeschwindigkeiten und Betriebszeiten der Schleusen werden in einem Merkblatt (Externer Link) zusammengefasst veröffentlicht.

Die wesentlichen Informationen für Ihre Reise mit Sport- und Kleinfahrzeugen auf der Müritz-Elde-Wasserstraße und der Störwasserstraße werden Ihnen im Merkblatt (Externer Link) an die Hand gegeben.

Rheingebiet

Von Rhein-km 497,0 bis Rhein-km 639,2 gibt es eine Vielzahl von Einsetzmöglichkeiten für Sportboote (Interner Link), an denen Sie Ihr Sportfahrzeug, allerdings auf eigene Gefahr, einsetzen können. Eine ausreichende Wassertiefe wird vom zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Bingen nicht garantiert.

Zuständigkeiten in Deutschland und Frankreich, Schleusen und sonstige Ansprechpartner für die Sportschifffahrt entlang der deutsch-französischen Rheinstrecke werden in einem Informationsblatt (intern) (PDF, 49 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) vom zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Freiburg veröffentlicht.

Besonderheiten, die beim Führen von Kleinfahrzeugen in der französischen Binnenschifffahrt gelten, können Sie dem von der deutsch-französischen Wasserschutzpolizeistation angebotenen Merkblatt (intern) (PDF, 523 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) entnehmen.

In den Naturschutzgebieten im Rheingau gilt der Grundsatz: Wassersportler sind aktive Naturschützer. Tipps zum Verhalten in der Mariannenaue, Eltviller Aue, Rüdesheimer Aue und Lorcher Werth sowie Wichtiges in Sachen Hochwasser gibt Ihnen die Hessische Wasserschutzpolizei mit einer Broschüre Wassersport und Naturschutz im Rheingau (intern) (PDF, 55 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) an die Hand.

Für die zunehmende Sport- und Freizeitschifffahrt auf der Bundeswasserstraße Lahn werden u. a. Umtragemöglichkeiten für Sportboote in einer Kurzinformation (intern) (PDF, 625 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) zur Verfügung gestellt.

Die Bundeswasserstraße Lahn steht im Interesse einer Vielzahl von Freizeit-, Erholungs- und Natursuchenden. Daher ist ein Höchstmaß an Rücksichtnahme untereinander, insbesondere aber gegenüber der Natur, unbedingt notwendig. Wassersportlern werden die Beachtung dieser Verhaltensregeln in einem Merkblatt für Wassersportler (intern) (PDF, 608 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) zur Verfügung gestellt, damit die Freizeitaktivitäten ungetrübt ausgeführt werden können.

Wassersporttreibende auf der Bundeswasserstraße Mosel werden in einem Merkblatt für Wassersportler (intern) (PDF, 942 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) über wichtige zu beachtende Rechtsvorschriften, Hinweise und Empfehlungen für das Verhalten und die Sicherheit auf der Wasserstraße informiert.

Auch für die Bundeswasserstraße Neckar gilt, dass jeder Verkehrsteilnehmer sich so zu verhalten hat, dass die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gewährleistet ist und dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Eine Rücksichtnahme auf andere Benutzer des Neckars ist oberstes Gebot. Weitere Verhaltens- und detaillierte Regeln sind in den Hinweisen für Wassersportler (intern) (PDF, 164 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) zusammengefasst.

Am oberen Neckar werden die Schleusen von Deizisau bis Obertürkheim sowie die Schleuse Cannstatt über die Fernbedienzentrale Obertürkheim gesteuert und überwacht. Auf den fernbedienten Schleusen befindet sich kein Personal. Eine direkte Hilfeleistung bei Unfällen durch das Schleusenpersonal ist nicht mehr möglich. Deshalb ist für das Verhalten an fernbedienten Schleusen am oberen Neckar (intern) (PDF, 89 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) eine besondere Aufmerksamkeit beim Durchfahren der Schleusen notwendig.

Seit der Eröffnung der Schleuse Saarbrücken-Burbach im August 1999 ist die Bundeswasserstraße Saar nunmehr durchgängig auch für die Sport- und Freizeitschifffahrt befahrbar. Verhaltensregeln für die Verkehrsteilnehmer werden in den Hinweisen für Wassersportler (intern) (PDF, 574 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) zur Verfügung gestellt.

Baden in Bundeswasserstraßen

Beim Baden in Bundeswasserstraßen sollten grundsätzlich die örtlichen Gegebenheiten, die vorhandene Schifffahrt und mögliche Strömungen beachtet werden, um jegliche Gefährdung zu vermeiden. Die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung enthält in § 8.10 (Interner Link) Regelungen, die das Baden einschränken.

Auf den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal, Regnitz, Altmühl, Donau und Regen mit ihren Nebenstrecken werden die Verhaltensregeln für Badende und Schwimmende in der Verordnung (Interner Link) über das Baden und Schwimmen in den Bundeswasserstraßen im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd geregelt.

Die Regelungen für das Baden oberhalb und unterhalb von Hafeneinfahrten, Umschlagstellen, Schiffslandestellen, Schiffsliegestellen, Fähranlagen, Schiffswerften, Wehr- und Schleusenanlagen einschließlich ihrer Vorhäfen, in Altrheinmündungen auf den Bundeswasserstraßen Rhein, Neckar, Main, Lahn, Mosel und Saar sind ebenfalls in einer Verordnung (intern) (PDF, 20 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) festgelegt.

Über die Gefahren des Badens in Fließgewässern informiert ein Flyer (intern) (PDF, 4 Megabyte, Datei ist nicht barrierefrei) des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik in Mainz, Abteilung Wasserschutzpolizei, und gibt darin wichtige Verhaltenshinweise, die zur Sicherheit der Menschen beitragen sollen.

Im Bereich der Bundeswasserstraßen Weser, Lesum und Hunte ist das Baden in den mit Fahrwassertonnen markierten Bereichen verboten. Das Verbot gilt auch 50 Meter oberhalb bis 50 Meter von Lösch- und Ladeplätzen, Schiffsanlegestellen, Fährstellen und Schiffswerften, im Umkreis von 100 Metern von Wasserbaustellen sowie Spüler- und Baggerliegeplätzen, im Umkreis von 20 Metern von Buhnenköpfen, Molen, Trennungswerken, Pegeln, Fischereigeräten und sonstigen Wasserbauwerken und von 100 Meter oberhalb bis 100 Meter unterhalb der Mündungen der Lesum, Ochtum, Hunte und Geeste sowie der Nebenarme Kleine Weser, Westergate, Rekumer Loch, Rechter Nebenarm und Schweiburg. Im Sperrwerks- und Schleusenbereich sowie 100 Meter oberhalb bis 100 Meter unterhalb von Brücken, Wehren und Hafeneinfahrten ist das Baden ebenfalls nicht erlaubt. Die genauen Regelungen und Beschränkungen können der Verordnung (Interner Link) über das Baden in den Bundeswasserstraßen Weser, Lesum und Hunte entnommen werden.

Zur Sicherheit auf dem Eder- und Diemelsee gehört es zu den wichtigsten Regelungen, dass das Baden in abgesperrten Bereichen wie z. B. vor der Sperrmauer verboten ist. Weitere präzise Angaben und Verhaltensregeln an und um Steganlagen sind in der Verordnung über die Zulassung des Befahrens der Eder- und der Diemeltalsperre sowie die Abwehr strom- und schifffahrtspolizeilicher Gefahren (Talsperrenverordnung - TspV) (Interner Link) geregelt.

Aktuelle Informationen zu Sperrungen oder Behinderungen auf Wasserstraßen bzw. Schleusen erhalten Sie über die Nachrichten für die Binnenschifffahrt (NfB) (Interner Link).

Stand: 31. Juli 2018