Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Sportschifffahrt

Schnellzugriff zu den Rechtsverordnungen Sportschifffahrt (Interner Link)

Nachrichten für die Binnenschifffahrt (NfB)

Fahrtplanungs- und sicherheitsrelevante Ereignisse auf Binnenschifffahrtsstraßen (z. B. Strecken- oder Schleusensperrungen, Fahrrinneneinschränkungen und Einschränkungen aufgrund Arbeiten an und in der Wasserstraße) werden im Elektronischen Wasserstraßen- und Informationsservice (ELWIS) als Verkehrsnachrichten (Nachrichten für die Binnenschifffahrt - NfB) (Interner Link) (Fairway and traffic related messages of Germany, NtS) veröffentlicht.

Leitfaden für Wassersportler "Sicherheit auf dem Wasser"

Die Broschüre (extern) wendet sich an alle Freizeitkapitäne und Freunde des Wassersports. Sie enthält neben umfassenden Informationen über die aktuellen Verkehrsvorschriften auf Binnen- und Seeschifffahrtsstraßen auch eine Fülle praktischer Tipps und Hinweise, die der Sicherheit auf dem Wasser dienen. Daneben gibt sie Anregungen, wie Wassersportler durch umweltgerechtes Verhalten zum Schutz der Umwelt beitragen können.

Der Leser findet in der Broschüre u. a. wichtige Hinweise zu Verkehrsvorschriften, die auf Stau- bzw. Kanalstufen und Bootsschleusen anzuwenden sind. Darüber hinaus sind Wasserschutzpolizeistationen und Seenotrettungsstationen verzeichnet sowie die Anschriften der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aufgeführt.

Allgemeines, Binnenschifffahrtsstraßen, Seeschifffahrtsstraßen

Neben dem gewerblichen Nutzen haben die Bundeswasserstraßen einen hohen Stellenwert im Freizeitbereich. Um die Vielzahl der unterschiedlichen Interessen und möglicher Aktivitäten der einzelnen Nutzer in Einklang zu bringen, ist in der Praxis ein gegenseitiges Verständnis füreinander unabdingbar.

Über die allgemeinen Informationen (Interner Link) hinaus gibt es für die Sportschifffahrt eine Reihe von Vorschriften, die besondere Verhaltensweisen verlangen. Sowohl im Bereich der Binnenschifffahrtsstraßen (Interner Link) als auch der Seeschifffahrtsstraßen (Interner Link) sind die zum Schutz der Umwelt erlassenen Befahrensregeln zu beachten.

Weitergehende Hinweise über die Nutzung der Wasserstraßen im Bereich der Sportschifffahrt sowie Tipps und Verhaltensregelungen können den wasserstraßenbezogenen Hinweisen (Interner Link) entnommen werden.

Führerscheininformationen

In Deutschland werden für Sportbootführerscheine (Interner Link) die zwei Geltungsbereiche Binnenschifffahrtsstraßen und Seeschifffahrtsstraßen/Küstengewässer unterschieden. Aus diesem Grund berechtigt ein Sportbootführerschein mit Geltungsbereich Binnenschifffahrtsstraßen nicht zum Befahren von Seeschifffahrtsstraßen und Küstengewässern, ein Sportbootführerschein mit Geltungsbereich Seeschifffahrtsstraßen nicht das Befahren von Binnenschifffahrtsstraßen.

Ausnahme:
Amtliche Sportbootführerscheine, die im Bundesgebiet vor dem 01. April 1978 und in Berlin vor dem 01. April 1989 erworben wurden, gelten auf den Seeschifffahrts- und auf den Binnenschifffahrtsstraßen.

Neuregelung der Führerscheinregelung in der Sportschifffahrt

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat in Umsetzung des Bundestagsbeschlusses "Neue Impulse für die Sportbootschifffahrt" (BT-Drs. 17/7937) die Führerscheinfreigrenze in der Sportschifffahrt für den See- und Binnenbereich von bislang 3,68 kW (5 PS) auf 11,03 kW (15 PS) erhöht. Die Neuregelungen sind in der "Verordnung zur Änderung sportbootrechtlicher Vorschriften im See- und Binnenbereich" veröffentlicht worden (BGBl. I, Heft 47, Seite 2102) und mit Wirkung vom 17. Oktober in Kraft getreten. Für die Führerscheinfreiheit bei motorisierten Sportbooten bis 11,03 kW gilt nunmehr folgendes:

Im Seebereich dürfen auf den Seeschifffahrtsstraßen wie bislang altersunabhängig Sportboote bis zu einer maximalen Nutzleistung von 3,68 kW (5 PS) ohne Sportbootführerschein-See geführt werden, so lange keine gewerbliche Nutzung vorliegt. Bei einer Nutzleistung von 3,69 bis 11,03 kW muss der Schiffsführer mindestens 16 Jahre alt sein, um ein Sportboot zu privaten Zwecken führerscheinfrei führen zu können. Eine Längenbegrenzung für Sportboote gibt es im Seebereich weiterhin nicht.

Im Binnenbereich dürfen Personen ab 16 Jahren auf den Binnenschifffahrtsstraßen mit Ausnahme der Seeschifffahrtsstraßen und der Elbe im Hamburger Hafen Sportboote von weniger als 20 Meter Länge führerscheinfrei führen, sofern die Nutzleistung der Antriebsmaschine nicht mehr als 11,03 kW (15 PS) beträgt und keine gewerbsmäßige Nutzung stattfindet. Diese Regelung findet allerdings auf dem Rhein keine Anwendung, weil bei einer Nutzleistung von mehr als 3,68 kW aufgrund internationaler Vorgaben für den Rhein auf nationaler Basis derzeit keine Ausnahmen von der Fahrerlaubnispflicht gewährt werden kann. Die Alternative "Segelsurfen" beim Sportbootführerschein-Binnen ist ersatzlos gestrichen worden. Künftig ist auf den Gewässern nach Anlage 2 der Sportbootführerscheinverordnung-Binnen kein Führerschein mehr erforderlich, wenn Sportboote als Segelsurfbretter geführt werden. Damit besteht auf allen Binnenschifffahrtsstraßen des Bundes im Sinne des § 1 Nummer 1 Sportbootführerscheinverordnung-Binnen künftig eine Führerscheinfreiheit für das Führen von Segelsurfbrettern.

Stand: 13. Dezember 2018