Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Sportschifffahrt auf Binnenschifffahrtsstraßen

Kennzeichnung von Kleinfahrzeugen

Jeder, der auf den Binnenschifffahrtsstraßen ein Kleinfahrzeug führt, muss dieses mit einem gültigen Kennzeichen (Interner Link) versehen. Es besteht eine Kennzeichnungspflicht für Wasserfahrzeuge, deren Schiffskörper ohne Ruder und Bugspriet eine Höchstlänge von weniger als 20 Meter aufweist.

Ausgenommen von dieser Kennzeichnungspflicht auf den Binnenschifffahrtsstraßen sind so genannte Kleinstfahrzeuge, die mit Muskelkraft fortbewegt werden können wie Ruderboote, Beiboote, Kanus und Kajaks, Segelboote ohne Motor mit einer Länge bis zu 5,50 m, Motorboote mit nicht mehr als 2,21 kW (3 PS) Antriebsleistung, Fahrzeuge, die nach anderen Vorschriften nicht als Kleinfahrzeuge gelten (z. B. Fahrgastschiffe für mehr als 12 Personen, Fähren), Fahrzeuge der Behörden und der Wasserrettung mit dienstlicher Kennung.

Mieten von Sportbooten

Auf Bundeswasserstraßen nach § 1 Absatz 1 Nummer 2 des Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes mit Ausnahme der Elbe im Hamburger Hafen und den Seeschifffahrtsstraßen können gegen Entgelt Sportboote gewerbsmäßig vermietet (Interner Link) werden. Der Vermieter überlässt das Sportboot an wechselnde Mieter ohne Gestellung eines Bootsführers oder einer Besatzung.

Wasserskilaufen

Betätigungen, bei denen Personen von einem Fahrzeug gezogen, mit oder ohne Wasserski oder auf sonstigen Gegenständen über das Wasser gleiten, sowie das Drachenfliegen und Fallschirmfliegen hinter einem ziehenden Wasserfahrzeug gelten als Wasserskilaufen (Interner Link).

Wassermotorradfahren

Für das Fahren mit Wassermotorrädern (Interner Link) (motorisierte Wassersportgeräte mit Wasserstrahlantrieb, die als Personal Water Craft wie "Wasserbob", "Wasserscooter", "Jetbike" oder "Jetski" bezeichnet werden oder sonstige gleichartige Geräte) auf Binnenschifffahrtsstraßen gelten besondere Regeln.

Sichtzeichen und Schallsignale

Alle wichtigen Schifffahrtszeichen für Sportbootfahrer wurden in einem Informationsblatt (intern) (PDF, 387 Kilobyte, Datei ist nicht barrierefrei) zusammengestellt. Dieses Informationsblatt soll insbesondere Freizeitkapitänen, die nur gelegentlich die Wasserstraßen befahren, bei Bedarf eine schnelle Übersicht geben. Enthalten sind Tafelzeichen, Tonnen, Baken, Stangenzeichen, Lichtsignale von Schleusen und Brücken sowie Lichterführung und Schallsignale von Fahrzeugen.

Das Informationsblatt (Stand: 7. Auflage 2017) der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, Rheinschifffahrtspolizeiverordnung und Moselschifffahrtspolizeiverordnung (ohne Donauschifffahrtspolizeiverordnung und sonstige örtliche Sondervorschriften) wurde erstmals auf der Hamburger Bootmesse "hanseboot" 2011 für Interessierte von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) herausgegeben.

Stand: 14. September 2017