Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Anlage CDNI 2016-I-5

Änderung der Artikel 5.01 und 7.04 Absatz 3 der Anlage 2 des CDNI

  1. Artikel 5.01 wird wie folgt geändert:

    "a) Buchstabe a. erhält folgende Fassung:

    „a. Einheitstransporte“: Transporte, bei denen im Laderaum oder Ladetank des Fahrzeugs ununterbrochen nachweislich das gleiche Ladegut oder ein anderes Ladegut befördert wird, dessen Beförderung keine vorherige Reinigung des Laderaums oder des Ladetanks erfordert;"

    b) Nach Buchstabe a. wird folgender Buchstabe aa. eingefügt:

    "aa. „kompatible Transporte“: Transporte, bei denen während aufeinanderfolgender Fahrten im Laderaum oder Ladetank des Fahrzeugs nachweislich ein Ladegut befördert wird, dessen Beförderung kein vorheriges Waschen des Laderaums oder des Ladetanks erfordert;"

  2. Artikel 7.04, Absatz 3 erhält folgende Fassung:

    (3)
    "a. Die Absätze 1 und 2 finden keine Anwendung auf Laderäume und Ladetanks von Fahrzeugen, die Einheitstransporte durchführen. Der Frachtführer muss dies schriftlich nachweisen können.

    b. Absatz 2 findet keine Anwendung auf Laderäume und Ladetanks von Fahrzeugen, die kompatible Transporte durchführen. Der Frachtführer muss dies schriftlich nachweisen können. In diesem Fall muss in der Entladebescheinigung das Feld 6b) angekreuzt werden. Der Nachweis ist bis zur Entladung der kompatiblen Folgeladung an Bord mitzuführen.

    c. Falls zum Zeitpunkt der Entladung die Folgeladung noch nicht bekannt ist, aber es sich voraussichtlich um eine kompatible Ladung handeln wird, kann die Anwendung von Absatz 2 hinausgeschoben werden. Der Befrachter (bei flüssiger Ladung) oder der Ladungsempfänger (bei trockener Ladung) muss vorläufig eine Annahmestelle für das Waschwasser bezeichnen, die in die Entladebescheinigung einzutragen ist. Zusätzlich muss in der Entladebescheinigung das Feld 6c) angekreuzt werden.
    Die Mengenangabe unter Nummer 9 entfällt.

    Sofern vor Anlauf der in der Entladebescheinigung angegebenen Annahmestelle durch den Frachtführer nachweisbar feststeht, dass die Folgeladung kompatibel ist, muss dies in der Entladebescheinigung in Feld 13 angegeben werden. In diesem Fall braucht nicht gewaschen werden. Andernfalls gelten die Bestimmungen zum Waschen uneingeschränkt.

    Der Nachweis bezüglich der kompatiblen Folgeladung ist bis zur Entladung der kompatiblen Folgeladung an Bord mitzuführen."

  3. Die Muster des Anhangs IV Entladebescheinigungen für die Trockenschifffahrt und Tankschifffahrt werden wie folgt geändert:

    a) Nummer 6 erhält jeweils folgende Fassung:

    6. Das Schiff

    a. ☐ führt Einheitstransporte durch – Artikel 7.04, (3) a.;

    b. ☐ befördert als Folgeladung kompatible Ladung – Artikel 7.04, (3) b.;

    c. ☐ wird bis zur Entscheidung über die Kompatibilität der Folgeladung nicht gewaschen – Artikel 7.04, (3) c.“.

    b) Nach Nummer 12 wird jeweils folgende Nummer 13 eingefügt:

    „13. ☐ Die Folgeladung ist kompatibel, daher wird nicht gewaschen – Artikel 7.04, (3) c.“

    c) Die bisherigen Nummern 13 bis 17 werden jeweils die Nummern 14 bis 18.

    d) Die Hinweise zu Nummer 9 werden wie folgt ergänzt:

    „Bei Anwendung von Artikel 7.04 Absatz 3 Buchstabe c „Ungewissheit über kompatible Folgeladung“ entfällt die Mengenangabe.“

Stand: 28. November 2017